Rechtliche Situation
Es gibt keine Familienangehörigen Hans-Jürgen Krahls, die über sein Erbe verfügen und es verwalten.

Veröffentlichte Texte von Hans-Jürgen Krahl
Nach Krahls Tod im Februar 1970 wurde von Detlev Claussen, Bernd Leineweber, Ronny Loewy, Oskar Negt und Udo Riechmann der Band „Konstitution und Klassenkampf“ im Verlag Neue Kritik herausgegeben. Dieses Buch versammelt zahlreiche politischen und erkentniskritischen Arbeiten von Hans-Jürgen Krahl. Die 4. Auflage dieses Buches erschien 1985 mit einem Nachwort von Detlev Claussen.

Darüber hinaus sind weitere Texte von Hans-Jürgen Krahl u.a. beim Materialis-Verlag, beim Focus-Verlag, beim Verlag de Munter/ Amsterdam und bereits 1970 als erste Veröffentlichung nach Krahls Tod die „Ausgewählten Werke“ von Tursen Press/ Helsinki erschienen. Zum Teil überschneiden sich die Veröffentlichungen inhaltlich, sie enthalten aber auch jeweils Erstveröffentlichungen.[>>> Bibliographie]

Unveröffentlichte Texte von Hans-Jürgen Krahl
Unveröffentlichte Dokumente Krahls befinden sich an verschiedenen Stellen: in Archiven, Einrichtungen und bei Privatpersonen über ganz Deutschland und Teile Europas verstreut.

Diese Materialien, auch wenn sie in Archiven lagern, sind weitgehend unaufgearbeitet und nicht systematisch gesichtet. Ein systematisches Verzeichnis der vorhandenen Dokumente und ihrer Standorte fehlt.

Ein bedeutender Teil von Dokumenten befindet sich beim Verlag Neue Kritik in Frankfurt am Main, dem ehemaligen SDS-Verlag, dessen Inhaberin Dorothea Rein als Mitinitiatorin des Krahl-Archivs, Teile des Krahlschen Nachlasses dem Archiv zur Verfügung stellt.

Der Verlag Neue Kritik hat bereits im Vorfeld der Gründung des Archivs begonnen, ein Titelverzeichnis des bei ihm lagernden Materials bestehend aus handschriftlichen Notizen, Exzerpten und kleinen Texten Krahls zu erstellen. Die losen Blätter sind in Mappen zusammengestellt worden.


Aufgaben und Arbeitsprojekte des Hans-Jürgen Krahl Archivs

Erstes Aufgabenfeld
Zum ersten Aufgabenfeld zählt die Sicherung des Nachlasses und von Dokumenten, worunter die Sichtung und Erfassung des Materials inklusive einer Zustandsbeschreibung fällt. Weiter sollen die verstreut aufbewahrten Dokumente nach Möglichkeit an dem Sitz des Archivs zusammengeführt werden. Dafür ist das Kopieren der Dokumente und eventuell die Sicherung und Aufbereitung insbesondere bei Ton-, Film- und Fotodokumenten erforderlich.
Wo dem Archiv keine Originaldokumente zur Verfügung gestellt werden können, sollte nach Möglichkeit eine Kopie im Archiv zugänglich sein. Alle Materialien sollten systematisch geordnet, ihre Herkunft oder Quelle dokumentiert werden.
Im Ergebnis wird ein zentrales Findebuch zu Hans-Jürgen Krahl angestrebt.

Zweites Aufgabenfeld
Das zweite Arbeitsfeld ist die Sammlung von Dokumenten und Materialien mit biographischem Bezug zu bzw. über Krahl. Dazu ist insbesondere vorgesehen, ehemalige Freunde, Weggefährten und Zeitzeugen zu befragen und so in Form von Berichten und Interviews Informationen über die Aktivitäten von Hans-Jürgen Krahl zu erhalten.
Ton- und Filmdokumente und Fotos und andere Materialien wie Flugblätter etc. werden ebenfalls gesammelt.

Drittes Aufgabenfeld
Die Prüfung und Bereitstellung der Texte und Dokumente, die bislang nicht veröffentlicht sind, gehört zum dritten Aufgabenfeld


Organisation des Hans-Jürgen Krahl Archivs
Das Projekt Hans-Jürgen Krahl Archiv wird von Norbert Saßmannshausen und Dr. Harald Schulze betrieben und von Dorothea Rein vom Verlag Neue Kritik maßgeblich unterstützt. Die wissenschaftliche Beratung und Betreuung erfolgt von Dr. Hermann Kocyba für das Institut für Sozialforschung in Frankfurt.
Das Hans-Jürgen Krahl Archiv ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins DenkArt e.V. in Frankfurt am Main. Der Verein DenkArt (früher: Denkbar e.V.) hat seit vielen Jahren immer wieder Aktivitäten zu zeitgeschichtlichen Themen, Diskussionen zur kritischen Theorie und der Protestbewegung organisiert. Er hat sich auch an der "Initiative Krahl-Gedächtnis" aktiv beteiligt, die durch eine Spendenkampagne im Jahr 2007 einen Denkstein für Hans-Jürgen Krahl in Hannover aufstellen konnte.

Die Stadt Frankfurt am Main hat für den Aufbau des Archiv eine Anschubfinanzierung bereitgestellt. Der Aufbau des Archivs erfordert aber erheblich mehr Geld. Wir bitten daher um Förderung des Aufbaus eines Hans-Jürgen Krahl Archiv durch eine Spende. Spenden dafür sind steuerlich abzugsfähig.

Ein Ort für das Hans-Jürgen Krahl Archiv, der den freien Zugang für die Forschung sicherstellt, wird durch die Anbindung an ein bestehendes Archiv oder eine entsprechende Einrichtung angestrebt.

Das Archiv zu Hans-Jürgen Krahl wird seine Ergebnisse zunächst im Internet der Öffentlichkeit vorstellen und über den Fortschritt des Archivaufbaus berichten.