Hans-Jürgen Krahl war einer der Sprecher der Studentenbewegung. In aller Widersprüchlichkeit verkörperte Krahl deren Inhalte und Ziele. Seine Reden und seine Schriften drohen heute hinter dem Mythos der Revolte von 1968 zu verschwinden. Doch sie sind wichtige Dokumente einer Protestbewegung, die noch nicht in Dogmen und autoritären Organisationsformen erstickt war.
Hans-Jürgen Krahl wurde selber zu einem Mythos. Dass es bis heute (2008) keine systematische Darstellung seines Lebens gibt gehört genauso dazu wie die Mutmaßungen über seine Herkunft, seine frühen Jahre, seine nicht veröffentlichten Manuskripte ...
Wie Person und öffentliches politisches Auftreten bei Hans-Jürgen Krahl zusammen zu denken sind - er hat keinen geringen Anteil daran, dass die Antworten darauf bis heute umstritten geblieben sind.
Am 27. Juni 2007 wurde auf dem Friedhof Hannover-Ricklingen der Denkstein für Hans-Jürgen Krahl enthüllt. "Hans-Jürgen Krahl. Erinnern in eigener Sache" war der Titel eines Vortrages von Detlev Claussen bei einer Veranstaltung am Abend in der VHS Hannover. Der Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Bernd Strauch, sprach ein Grußwort. Norbert Saßmannshausen und Alexander Wildgrube stellten Überlegungen und erste Ergebnisse zum Krahl-Archiv vor.
Der Denkstein und der Erhalt der Grabstelle ist das Ergebnis der "Initiative Krahl-Gedächtnis".
Denkstein für Hans-Jürgen Krahl in Hannover Friedhof Ricklingen.
